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Übergabe der Lützelhardt-Funde ist nun erfolgt

05.12.2018

Übergabe der Lützelhardt-Funde ist nun erfolgt

Was lange währt, wird endlich gut! Dieser Spruch bewahrheitet sich mit der Übergabe der historischen Funde, die bei Ausgrabungen in den Jahren 1926 – 1929 bei der Burgruine Lützelhardt gefunden wurden.

Die Ausgrabungen hatten der Zeichenlehrer Karl Hammel im Namen des Schwarzwaldvereines Seelbach durchgeführt und die Funde wurden vom Schwarzwaldverein im Jahr 1939 der Stadt Lahr als Dauerleihgabe für seine Ausstellung zum „Mittelalter im Geroldsecker Land“ in der Villa Jamm im Stadtpark übergeben. Gerne hätte die Stadt Lahr die Exponate behalten um diese in ihrem neuen Stadtmuseum Tonofenfabrik auszustellen.
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller und Museumsleiterin Gabriele Bohnert dazu unisono: „Die Fundstücke hätten tatsächlich gut in unser neues Stadtmuseum Tonofenfabrik gepasst und die Ausstellung hervorragend ergänzt. Wir können jedoch auch unsere Nachbargemeinde verstehen, die nun die gute Gelegenheit nutzt, die Exponate „nach Hause“ zu holen.“

Mit dem angedachten Rathausumbau bietet sich für die Gemeinde Seelbach nämlich die Gelegenheit, die Exponate selbst auszustellen, weshalb der Schwarzwaldverein sie der Gemeinde Seelbach mittels Schenkungsvertrag übereignet hat. Die einmalige Chance, das mittelalterliche Kulturerbe in einem modernen, instruktiven und verantwortungsbewussten Rahmen der Öffentlichkeit sicher präsentieren zu können, wird somit realisiert.
„Die rechtlich gesicherte Weitergabe der Fundstücke an die Gemeinde haben wir gerne unterstützt, dort sind sie in guten Händen und erhalten die Wertschätzung, die ihnen gebührt.“, so Manuela Willmann, 1. Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Seelbach.

Da die in Frage kommenden Objekte nie gesamthaft veröffentlicht und von Karl Hammel auch nicht beschriftet oder aufgelistet wurden, ist vor der Verbringung in eine neue Ausstellung eine wissenschaftliche Beschäftigung mit den Funden zum Zwecke einer Veröffentlichung notwendig. Hierfür konnte der Freiburger Historiker und Archäologe Dr. Niklot Krohn gewonnen werden, der die Projektleitung übernommen hat. Er verfügt über gute Beziehungen zu verschiedenen Restauratoren. Die verschiedenen Fundstücke wurden bereits im Sommer des Jahres 2017 einer Begutachtung unterzogen, bei der sich herausstellte, dass der Erhaltungszustand der meisten Exponate aus Metall, Holz und Knochenmaterial beeinträchtigt ist und einer dringenden Restaurierung bedarf.

Die innenarchitektonische Umsetzung mit Planung und Bauleitung, eingebet­tet in die umfassende städtebauliche Erneuerung des Rathauses als ehemaliges Franziskanerkloster, übernimmt das Büro wwg-architektenaus Biberach.

Das Projekt im Seelbacher Rathaus unter dem Arbeitstitel „Spiegel der Vergangenheit“ wird mit knapp 100.000 € kalkuliert, wobei bereits mehr als 30 % durch eine Spendensammelaktion des Gemeinderates Wolfgang Himmelsbach für die Realisierung bereit stehen.

Bürgermeister Thomas Schäfer und Gemeinderat Wolfgang Himmelsbach sind sich einig: „Es war die richtige Entscheidung, so viel Geld in die Hand zu nehmen, um die Fundstücke nach Seelbach zurückzuholen und in einer Dauerausstellung im Rathaus der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.“

Bildquelle: Lahrer Zeitung/Weber
auf dem Bild von links: Gabriele Bohnert, Bürgermeister Thomas Schäfer, Oberbürgermeister Dr. Wolfgang G. Müller, Spendenorganisator Wolfgang Himmelsbach, Manuela Willmann, Vorsitzende Schwarzwaldverein Seelbach

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